26.06.2019 - Pens-Run One

2019 Pens

Die Temperaturen waren nix für ältere Herrschaften. Also ab, in die Berge.

Im Flachland waren für den Mittwoch Temperaturen um rund 37 Grad angesagt. Nur drinnen sitzen wollten wir auch nicht, so planten wir kurzerhand einen Ausflug in den Schnee. Die Tour sah dann so aus:

379.9 km, 09:31:28


Aber erst mal von Anfang an. LX - einen Tag pro Woche frühpensioniert, Fredi noch nicht pensioniert, aber in den UHU-Ferien sowie Zwärg, unser Frühpensionär treffen sich in Sissach bei der BP-Tanke. Bereits hier standen wir lieber im Schatten, wie in der Sonne. Und dann noch ordentlich angezogen, man weiss ja nie. Zwärg füllt noch seinen Tank, dann geht's los. Das Mittelland wird auf der Autobahn durchquert, wir visierten gleich kühlere Gegenden an. In Luzern nimmt der RoadCaptain LX eine Ausfahrt zu früh, was bedeutete, dass wir uns durch Häuserzeilen bis zum Vierwaldstättersee durchzukämpfen hatten. Und die Sonne brannte unerbittlich.

Bald aber folgen wir diesem wunderschönen See, um in Gersau im Seerestaurant Pauli unseren Flüssigkeitsverlust zu korrigieren. Der Beizer hätte uns wohl gerne eine feste Mahlzeit serviert, aber nix da - hoch auf den Gotthard wollten wir erst noch. Bei Altdort entern wir wieder die Autobahn, um selbige in Wassen wieder zu verlassen. Wir schrauben die Passstrasse hoch und wagen uns gar auf den letzten Kilometern über die alte Passstrasse. Stummen Blickes und ohne Worte wählen wir einen Innenplatz im Beizli, immerhin etwas kühler wie draussen, wo selbst auf der Passhöhe (2108 M.ü.M.) noch 24 Grad gemessen werden. Mit Käseschnitten, Schüblig oder Pot-au-feu gibt's Kraftfutter der militärischen Sorte. Schmecken tat es wunderbar, nachdem die Bedienung «i chumme grad» gemeldet hatte. X-mal, bis, eben...

Nun fahren wir die Nordrampe wieder runter, um in Hospental die Blinker links in Richtung Realp - Furka zu setzen. Jetzt wird die Tour zur veritablen Genussfahrt. Wunderschöne Panoramen präsentieren sich uns und kaum Verkehr ist anzutreffen. Aber auch auf der Furka (2431 M.ü.M.) sinkt das Thermometer nicht unter 24 Grad, die 5 Meter hohe Schneemauer ist dafür umso imposanter. Auf der Weiterfahrt sichten wir dann bereits unseren nächsten Pass, den Grimsel (2165 M.ü.M.).

In Innertkirchen nehmen wir den Brünigpass (1008 M.ü.M.) in Angriff. Der Verkehr ist nun etwas dichter und in den tieferen Gegenden steigen auch schon wieder die Temperaturen. Unser letzter Übergang ist der Glaubenbergpass (1543 M.ü.M.). Bevor wir diesen überqueren, machen wir einen Halt im Langis. Nun meldet sich Zwärg mit dem aktuellen Benzinstand. Tief, sehr tief. Sein Navi gibt als nächste Tanke jene in Giswil und Sarnen an. Zurück wollen wir jedoch nicht. Entlebuch sei 54 Km weit entfernt, soweit reicht «Null» aber nicht mehr. Der RoadCaptain meint allerdings, dass Entlebuch keine 10 Km mehr weit sei. Und abwärts kann man ja rollen lassen... So kommt es, wie es halt kommt - mit zusammengepressten Arschbacken fahren wir erst über den Pass und dann lassen wir gemütlich rollen. An der Tanke in Entlebuch erhält der Tank von Zwärg 22 Liter Moschd, da wäre also noch immer 0.5 Liter drinn gewesen. Passt.

Jetzt entscheiden wir, bei Dagmersellen auf die Autobahn einzubiegen, um möglichst schnell die heimischen Garagen zu erreichen. Zuvor aber noch ein Geduldsspiel: Eine von Verkehrskadetten bediente Baustelle. Die jungen Leute wissen wohl nicht, wie heiss, heiss ist, wenn man zudem Motorradkluft trägt. Das Thermometer zeigt 37.5 Grad an, wir stehen in der Sonne. Kurz vor dem Umkippen aber dürfen wir weiterfahren. Nun pressiert's, und schliesslich kommen wir doch noch ohne zu kollabieren wieder wohlbehalten zuhause an. Schön war's allemal. Ein wenig kühler wäre aber auch noch Okay gewesen...

Hier gibt's noch ein paar Bilder.

 

 

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