03-05.07.2020 - Tessintour

Saisoneröffnungsfahrt

Swiss Harley-Days Lugano - nur für uns. 

Schon zu Beginn des Jahres hat unser RoadCaptain Skip Hotels im Tessin gebucht. Covid19 verunmöglichte die offizielle Veranstaltung. Somit fuhren wir, das waren Skip/Renate, Higgs, Shark, Blade sowie LX/Susi, weg auf einen simplen 3-Täger. Am Treffpunkt Eiken musterten wir den Himmel. Die Prognosen für den Nachmittag lauteten: Zeitweise Regen. So freuten wir uns halt auf 358 Km durch schönste Landschaften in der Schweiz. Nachgefahren kann schon einmal hier:

333.3 km, n/a

Im bikerfreundlichen Restaurant Liebenau in Kollbrunn kehrten wir auf einen Kaffee ein. Bis hierhin war Petrus genädig und um das Restaurant gruppiert fanden sich kunstvoll geschnitzte Skulpturen, sogar Giger ähnliche. In flottem Tempo steuerten wir den Mittagessenhalt an. Auch die Werkstatt in Rankweil ist eine Location, ganz im Biker-Style. Aber Achtung: die Portionen sind es auch...! Wir liessen uns Zeit, das Abendessen war erst auf 19:30 Uhr bestellt. Auf der Weiterfahrt nach Maloja gab es immer mal ein paar wenige Tropen ab, sodass LX auch mal die TC testen konnte. Im Rheintal wechselten wir auch mal kurz auf die Autobahn, da die Strassen durch die Dörfer dort nicht wirklich nach des Harleyfahrers Herz gebaut sind.

Bei Landquart bogen wir ab ins Prättigau um anschliessend über den vernebelten Flüelapass (2384 M.ü.M.) Susch zu erreichen. Zernez, St. Moritz, Silvaplana die weiteren Stationen, bevor wir unser Nachtlager im Schweizerhaus in Maloja ansteuern. Der Empfang dort ist freundlich/herzlich und wir dürfen die Bikes in der Tiefgarage parkieren. Nach dem Zimmerbezug genehmigen wir uns erst einmal ein feines Weizen. Das Nachtessen planten wir auf der gedeckten Terrasse, wechselten dann aber in ein äusserst heimeliges Stübchen, wo wir ganz hervorragend verpflegt wurden. Ein obligatorischer Schlummi an der Bar beschloss einen erlebnisreichen Tag.

Am Morgen begrüsst uns die Sonne. Sie wird uns nun über die ganze restliche Tour begleiten. Retour, entlang des Silsersees, dann des Silvaplanersees, und abgebogen auf den Julier (2284 M.ü.M.). Passieren tun wir weiter den Marmorerasee um schliesslich Kurs auf Tiefenkastel und Thusis zu nehmen. Hier müssen wir uns von Higgs verabschieden, welcher die Direttissima nach Hause nimmt. Es warten dort noch Pflichten. Jetzt suchen wir den Eingang in die Viamala und landen prompt auf der Autobahn. Die erste Abfahrt verpassen wir noch, bei der Zweiten drückt LX vehement auf die Hupe und wir können es fortan wieder deutlich kurviger geniessen. Was folgt ist die Roflaschlucht und der Sufnersee. Nein, bis zur Rheinquelle sind wir dann doch nicht weitergefahren, sondern südwärts gegen den San Bernardino-Pass (2066 M.ü.M.). Durch das Mesolcina geniessen wir langsam steigende Temperaturen. Ein Trinkhalt erfrischt uns, bevor wir dann ab Bellinzona für die restliche Strecke zum Harley-Dealer in Lugano den Weg über die Autobahn nehmen. Auch dieser zweite Tag darf schon bald nachgefahren werden:

195.1 km, n/a

Eine etwas unfreiwillige Sight-Seeing-Tour in Lugano, bis wir die Dealership gefunden haben, heizt uns gewaltig auf. Beim Dealer finden wir dann immerhin Getränke und einen Sitzplatz unter einem Schirm. Was wir nicht so ganz verstanden haben, waren zwei Dinge: Zum einen gelang es uns nicht im Laden Dealer-T-Shirts zu kaufen, da es schlicht kein Pesonal gab, welches an der Kasse kurbeln wollte, und zum andern gab es nix zu futtern, da der Grill erst am Abend ab 18 Uhr in Betrieb genommen werden sollte. Und wir hatten (auch) Hunger. Unverständlich, wie sich die Dealership ein prima Geschäft durch die Finger rinnen liess. Harleyaner jedenfalls hatte es eine ganze Menge! So fuhren wir halt etwas früher, wie geplant weiter zu unserem Hotel in Bissone. Auch hier: Zimmerbezug - ein kühles Bier sowie die Möglichkeit, im Hotel-Pool zu plantschen. Glücklich, wer die Badehose mit dabei hatte. Das Abendessen, wie auch das Frühstück anderntags auf der Terrasse war prima und der Service toll und unterhaltsam.

Und schon bricht der letzte Tag an. Bis Biasca wählen wir wiederum die Autobahn, um der Hitze ein Schnippchen zu schlagen. Das Bleniotal ist sehr schön zu fahren und auch die Anzahl Verkehrsteilnehmer hält sich in Grenzen. Noch. Den Lukmanier (1916 M.ü.M.) passieren wir um in Disentis in westlicher Richtung abzudrehen. Auf dem Oberalp dann (2044 M.ü.M.) ein brutales «Gschtürm»! Alle sind unterwegs. Und wenn ich schreibe alle, dann meine ich ALLE. Gümmeler, Sonntagsfahrer, SUV's, Camper, Stumpenheinis, Schickimicki-Mäuse und was sich sonst noch an diesem schönen Wochenende alles auf die Strassen wagt. Das Vorwärtskommen wird zusehends mühsam.

Entlang des Urnersees fahren wir bis nach Brunnen, biegen rechts ab um den Lauerzeree anzusteuern. In Lauerz gibt es Mittagessen in einem einfachen Restaurant Waage. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg nach Zug und schliesslich kurvenreich durch das Mittelland. Das Zvieri gibt es auf dem Bözberg. Da war ich schon lange nicht mehr. Hejo, seit es den Bözbergtunnel gibt, fahren nur noch die Geniesser über den Hügel. Der weitere Heimweg ins Baselbiet kann schon bald unter die Lupe genonnen werden:

360 km, 08:53:49

Es war ein prächtiger 3-Täger. Danke Skip für das Guiden über so manch unbekannte Strasse. Und danke Susi für einen Bilderbogen der Klasse «sehr schön».

Zur Fotogalerie geht's hier lang...

Copyright © 2014 Harley-Friends, Switzerland, designed by LX - Impressum Kontakt