01-04.05.2015 - 500 Miles of Italy

2015 500ItalyAm Wochenende, wo die Schweiz von oben geflutet wird, locken die 500 Miles of Italy!

Was haben wir, wie schon so oft, vor einer grossen Fahrt die Wetterkarten studiert. Gebibbert, gehofft, und doch kam es halt so, wie die Wetterfrösche es voraussagten. Am 1. Mai-Feiertag sitzen um 10 Uhr Zwärg und LX im Stammlokal. Beide schon nass, der Reinacher etwas feuchter, wie der Gelterkinder. Die heisse Schokolade wärmt wenigstens innerlich und das Gipfeli tröstet über den trüben Blick aus dem Fenster ins Feuchte hinweg. Beide denken: Wollen wir uns das antun, oder nach Hause in die warme Stube zurück. Keiner wagte allerdings so etwas zu äussern und somit stellte sich die Frage zumindest offiziell gar nicht. Schliesslich starten wir die Anfahrt zum Hotel San Marco & Formula Club in der Nähe von Parma. Bis Mailand regnet es - wahlweise ziemlich, fest, oder sogar ziemlich fest. Unseren E-Glides kann die Schiffete nix anhaben und als das Wasser bei uns selbst auf die Haut traf, war es zumindest schon ein wenig vorgewärmt. Im Hotelzimmer dann schnell mal trocken legen um anschliessend verschiedenste Apéros zu geniessen. Wir treffen viele aufgestellte Harleyaner, tendenziell natürlich eher HOG-ies, denn andere. Und dann noch den Ruedi vom H.I.C.S. Wir haben's gut. Erst am Samstagmorgen finden wir den Weg in unsere Kojen, die Vorbereitung somit eher suboptimal.

Auf der Fahrt zum Parma Harley-Dealer üben wir schon mal verfahren. Aber wir haben genügend Zeit vorgesehen und am Vorstart selbst geht's wieder sehr gemütlich zu und her. Der Prolog in die Innenstadt von Parma über 37.5 Kilometer zählt bereits zu den 500 Miles. Wieso das OK den Palazzo della Pilotta als Startpunkt ausgesucht hat, ist uns ein Rätsel. Mitten in der Stadt, eine unübersichtliche Wegbeschreibung, keine Unterhaltung wird da geboten und warten bis zum Start in ca. 3 Stunden - ohne WC-Anlagen - ist auch nicht gerade das gelbe von Ei. Wir machen ein wenig Sight-Seeing bis zum Start um 15 Uhr.

Achtung - fertig - los auf Italiensch, genau so haben wir uns das vorgestellt. Wir warten, bis die Meute weg ist und schliessen uns ganz am Schluss dem nicht enden wollenden Lindwurm an. Wie üblich sind die ersten 2-3 Stunden mühsam, weil alles aufeinander hockt und die Knalltütenfahrer es für nicht nötig befinden, aus Rücksicht auf Nachfolgende ihre Anlagen wenigstens vorübergehend "leise" zu stellen. In Maranello ist der Posten beim Ferrari-Werk und der Souvenir-Shop hat geöffnet. Hier gelingt es uns dann, uns weiter vorne einzureihen und in der Folge lassen wir dann ein ums andere Mal Gruppen hinter uns. Zu zweit und dazu noch per ScalaRider akustisch verbunden kommen wir flott voran. So flott, dass wir nach der 4. Etappe zwangspausieren müssen, weil der Kontrollposten noch nicht geöffnet hat. Von da an fahren wir immer in der Nähe der Spitze und geniessen somit die freie Fahrt. Nicht ganz frei ist die Fahrt nachts durch Städte. Dies sollte sich das OK abgewöhnen. In Florenz und in Pisa war man ob des Gedröhns bestimmt nicht sonderlich erbaut. Und die Wegbeschreibungen durch die Städte - naja...

Etwas Pech hatten wir, als auf einem Autobahnabschnitt sich erst die Lampe von LX nach Durchfahrt eines Schlaglochs verabschiedete und anschliessend Zwärg dasselbe passierte. Rolles Zweitlampe, die er mitführte war Gold wert, rettete uns den Event! Fortan und bis in den erwachenden neuen Tag hinein fuhr LX "blind" hintennach. Aber unser ehemaliger RoadCaptain meisterte die Route bravourös! Um 10.40 Uhr fahren wir durch den RedBull-Bogen am Ziel ein. 930 Kilometer werden notiert, also rund 125 zusätzliche Kilometer haben wir abgefahren. Das Sahnestückchen war der Passo Centocroci zum Schluss, wo wir die vom Veranstalter propagierten über 8500 Kurven bald einmal beschlossen. Und - dies sei hier noch erwähnt: Die Italiener haben nicht alles falsch gemacht! Wir blieben immerhin auf der ganzen Fahrt trocken. Mal ein bisschen neblig, aber sonst - bestens.

Schliesslich geht's wieder zurück ins Hotel, wo wir die zweite Nacht buchen und den Apéro sowie das Nachtessen mit Kumpels vom F.I.F.C. geniessen. Schliesslich landen wir wieder eher später auf dem Zimmer. Aber wir können ja ausschlafen! Auf der Rückfahrt in die Heimat geniessen wir bis auf den Kanton Tessin trockenes Wetter. Und in den Nachrichten hören wir von bedrohlichen Wasserständen fast überall in der Schweiz. Beschlossen wird die Fahrt, welche nach insgesammt ca. 1850 Kilometern endet, in der Sonne, in Sissach. Bilder finden sich hier und die 500 Miles können nachstehend auf der Karte nachvollzogen werden:

905.7 km, n/a

 

Copyright © 2014 Harley-Friends, Switzerland, designed by LX - Impressum Kontakt