06.05.2018 - Love-Run

2018 LoveRun

Higgs, Slim, Balu und LX auf der Suche nach der Sonne.

Zu viert treffen wir uns bei der Stammbeiz. Schräg gegenüber steht, schön aufgereiht, eine Gruppe Triumph Spitfire, bereit, ebenfalls den Frühling durch die Nasenflügel zu saugen. Gebaut wurden diese Wägelchen zwischen 1962 (da waren zwei von uns vieren noch fleissig am Sternlein putzen...) und 1980. Der Jüngste jener Gruppe geht also schon stramm dem 40-er entgegen.

Erstmal moniert Balu, dass die Fernbedienung nicht mehr so tut, wie sie sollte und wir suchen nach dem manuellen Freischaltcode. Derweil meint Slim, er hätte noch Batterien zuhause, sagts, schwingt sich auf seinen Hobel und macht sich von dannen. Minuten später können wir die FB bereits wieder testen - alles bestens! Nun geht's flott über die Jurahügel und dann im Modus «Kurvenreiche Strecke» dem TomTom nach. Hhmmm... Wie mach' ich das schon wieder, damit Tempo 30 - Abschnitte ausgeklammert werden, obwohl diese natürlich öfters kurvenreich sind. Egal! Wir erreichen Horgen, setzen über nach Meilen und erreichen das Ziel bei Sonnenschein. Zuvor fröstelten die einen unter uns. Nicht überliefert ist, als Folge von zuwenig Schlaf, zuviel Schnaps, oder zuwenig angezogen. Egal zum Zweiten! Ab Ankunft Flugplatz Dübendorf heizte uns Petrus gewaltig ein. Die Route kann nachstehend begutachtet und gleich noch gedownloaded werden. Der Love Ride Switzerland übrigens, ist die grösste Benefizveranstaltung der Schweizer Biker-Szene. Der erzielte Gewinn kommt vollumfänglich muskelkranken und behinderten Menschen zugute. Am europaweit grössten Anlass dieser Art sind Gäste mit Motorrädern aller Marken sowie Besucherinnen und Besucher ohne Motorrad und Familien herzlich willkommen.

220.7 km, 22:04:13


Nach flottem Marsch in Richtung Event-Gelände meldet sich der Hunger. Die Schlangen vor den Verpflegungs-Points reichen von beträchtlich bis zu moderat. Nicht überliefert ist, ob die Schlangenlänge vom jeweiligen Angebot, oder von der jeweiligen Bedienung abhing. Schliesslich machten wir uns auf zum schattigen Hallenplatz, stillten Hunger und Durst inmitten fröhlicher Gesellschaft, skurrielsten Gestalten und cooler Mucke auf dem Trommelfell. Anschliessend begutachteten wir das Gelände auf einem Rundgang, wo auch noch der eine oder andere Schwatz mit einem Altbekannten Platz hatte, bevor wir noch etwas intensiver die Custom-Bikes sowie die Oldtimer begutachteten. Etwas Wehmut kam dann bei LX hoch, als er seine vor wenigen Tagen verkaufte StreetRod mit dem ZH-Schild entdeckte. Nun, diese ist jetzt in besten Händen, dies ist Balsam für seine Seele.

Bald aber lockten uns unsere eigenen Eisen wieder, wir schwangen uns in die Sättel, umfuhren geschickt die Zürcher Häuserschluchten. In flotter Fahrt erreichten wir eine alt bekannte Beiz zum Dessert-Halt. Im «Frohsinn» - Nomen est Omen - genossen wir unser Erlebtes und machten uns daran, den Heimweg möglichst flott und kurvig zu geniessen. Es war insgesamt ein herrlicher Tag. Gerne wieder einmal. Zur Fotogalerie geht’s hier lang.