Shark

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Gott würde Harley fahren», ich darf sie fahren…! Mein Name ist Roland Bacher, genannt RB, oder Schliffer - das kommt vom Kurvenfahren - da es in meinem Umkreis einige Rolands gibt. Geboren 1957 in Basel und aufgewachsen in Schönenbuch auf dem elterlichen Bauernhof. Motormäher-, Traktor- und Mähdrescherfahren haben mich immer fasziniert, und schon in meiner Jugendzeit habe ich mit meinem besten Freund, der leider früh verstorben ist, an den Zweigang-Töffli herumgeschraubt. Mit 16 Jahren kauften wir ausgemusterte Floretts und Puch 50ccm-Mopeds vom Bell Schlachthof zusammen mit aufmontierten stinkenden Fleischkörben. Mit ihnen waren die Wurstkuriere unterwegs. Wir bauten sie um, spritzten sie neu und verkauften sie wieder. Mit 18 die Prüfung auf der 750-ccm-Honda danach bis 2013 einige Motos von 125ccm bis 1300ccm gefahren. Die RS als Motorfahrer angefangen, Prüfung auf einem LKW Henschel gemacht und dann unfreiwillig — es gab zu wenig Töfffahrer — zum Motorradfahrer-Zug umgeteilt. Mit der weiteren militärischen Ausbildung auf der Condor und der privaten 250ccm Enduro fand ich meine Leidenschaft zum Motocross, das ich bis zum 27. Altersjahr hobbymässig ausgeübt habe. Erst jetzt, mit 56 Jahren, bin ich auf eine Fat Boy umgestiegen. Und begriff sofort, was mit dem Spruch «Gott würde Harley fahren» gemeint ist. Das Fahren generell hat mit dem Gefühl von Freiheit zu tun. Aber auf der Harley mit ihrem Mythos geht’s noch eine Gefühlsebene tiefer. Ein unbeschreibliches Flair von Abenteuer und den wilden 70ern. Heute gibt’s viele Wieder- und Quereinsteiger, die über Freunde, oder über die Werbung dem Mythos Harley begegnet sind und ihn nun buchstäblich selbst er-fahren wollen. Die Gerüche einer Wiese im Vorbeifahren wahrnehmen, Temperaturunterschiede spüren, vom Tal auf die Berge und über eine Passstrasse wieder hinunter fahren, die Zentrifugalkraft mittels Schräglage "ausschalten", Beschleunigung und Bremskräfte, Fahrtwind, Regen, Kälte, Sonne spüren — das ist ein geiles Gefühl. Und mit einer Harley unterm Hintern ist es obergeil. In meinem Fall sitz ich in der Harley und nicht auf der Maschine; so bin ich noch viel direkter mit ihr verbunden und kann ein archaisches Stück 1700-ccm-Motor mit Emotionen kommandieren. Ich kann meinem langjährigen Freund Beat Eckert nicht genug danken, der vor Jahren plötzlich mit seiner neuerworbenen Harley vor meinem Haus stand und mir so den Keim für meine Harley-Leidenschaft eingepflanzt hat. Er ist auch "schuld" daran, dass ich in einem tollen Verein Mitglied geworden bin, viele neue Freunde gewonnen habe und mit ihnen gemeinsam den Mythos Harley erleben kann mit allem was dazugehört: Harley fahren, Harley-Events, Vereinsausfahrten, Vereinsfeste, fachsimpeln über Umbauten, Modelle, Kleidung, Essen, Reisen, und, und, und. An dieser Stelle möchte ich mich bei den Vereinskameraden und beim Präsi LX für die wirklich kameradschaftliche Aufnahme von der ersten Stunde an bedanken. Ich freue mich schon auf die nächsten Ausfahrten. Alleine, mit Töff-Kollegen und mit den Harley-Friends Switzerland.

     
Wir schrieben das Jahr 2016 und ich freute mich auf ein tolles Jahr «on two wheels». Dies umso mehr, wie mir etwas Kräftigeres zugelegt hatte. Von der 103-er FatBoy trennte ich mich und stieg auf zur 110-er Fat Boy S. Deutlich mehr «Bumms», aber noch immer zu wenig Platz für meine Liebste und erweiteres Reisegepäck. Ausserdem schliff es noch immer in den Kurven, für meine Verhältnisse zu früh, zu oft. Dann sah ich sie: Die schwarze Road Glide Ultra. Unruhige Nächte, das eine oder andere Telefonat, Probefahrten, und schwupps, dank einem prima Angebot stieg ich um auf den Touring-Style. Zur Frontverkleidung passend wurden noch Sharks aufgebracht und da es nun etwas weniger schleift in den Bögen geht parallel dazu der Namenswechsel von Schliffer auf Shark einher. Jetzt kann's losgehen, auch auf die grösseren Runden. Let's go!   shark


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